Ein Auto bremst plötzlich, die Ampel springt auf Rot oder die Straße ist nach einem Regenschauer noch nass. In solchen Situationen merkst du, wie wichtig ein gut abgestimmtes Bremssystem beim Roller ist.
Wenn du einen Roller kaufen möchtest, stößt du in den technischen Daten häufig auf die Abkürzungen ABS und CBS. Beide Systeme unterstützen dich beim Bremsen, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Gerade bei 125ccm-Rollern ist dieser Unterschied wichtig, weil je nach Modell CBS, ABS oder eine entsprechende Ausstattungsvariante angeboten wird.
Doch welches Bremssystem passt besser zu deinem Alltag?
Was ist ABS und wie funktioniert es?
ABS steht für Antiblockiersystem. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, ein Blockieren der überwachten Räder bei einer starken Bremsung zu verhindern.
Sensoren überwachen dabei die Raddrehzahl. Droht ein Rad zu blockieren, reguliert das System den Bremsdruck automatisch. Dadurch kann das Rad weiterrollen und dein Roller bleibt während einer starken Bremsung besser kontrollierbar.

Besonders bei einer Gefahrenbremsung oder auf nasser Fahrbahn kann diese Funktion hilfreich sein.
ABS beim Roller kann:
-
das Blockieren der überwachten Räder verhindern,
-
die Kontrolle bei starken Bremsmanövern unterstützen,
-
auf schwierigem Untergrund zusätzliche Sicherheit bieten.
Allerdings bedeutet ABS nicht automatisch, dass der Bremsweg in jeder Situation kürzer wird. Reifen, Geschwindigkeit, Fahrbahnzustand und deine Fahrweise spielen weiterhin eine wichtige Rolle.
Auch bei der Ausstattung lohnt sich ein genauer Blick: Je nach Fahrzeug kann sich unterscheiden, welche Räder durch ABS überwacht werden.
Was ist CBS und wie funktioniert es?
CBS steht für Combined Braking System, also ein kombiniertes Bremssystem.
Wenn du den entsprechenden Bremshebel betätigst, wird nicht ausschließlich eine einzelne Bremse angesprochen. Ein Teil der Bremskraft wird zusätzlich auf das andere Rad übertragen. Wie genau diese Verteilung erfolgt, hängt von der Konstruktion des jeweiligen Rollers ab.
Besonders im Stadtverkehr kann das von Vorteil sein, da die Bremswirkung zwischen Vorder- und Hinterrad abgestimmt wird.
CBS hat jedoch eine andere Aufgabe als ABS:
CBS verteilt die Bremswirkung, verhindert aber nicht aktiv das Blockieren eines Rades.
Deshalb solltest du ABS und CBS nicht als zwei Varianten derselben Technik verstehen. Sie lösen unterschiedliche Aufgaben beim Bremsen.
ABS vs. CBS: Die wichtigsten Unterschiede
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ABS |
CBS |
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|---|---|---|
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Hauptaufgabe |
Verhindert das Blockieren der überwachten Räder |
Verteilt die Bremswirkung auf Vorder- und Hinterrad |
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Bei starker Bremsung |
Reguliert den Bremsdruck bei drohender Blockierung |
Kombiniert die Bremswirkung entsprechend der Systemauslegung |
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Alltag im Stadtverkehr |
Zusätzliche Unterstützung bei starken Bremsungen |
Komfortable, abgestimmte Bremsbetätigung |
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Radblockierung |
Kann sie verhindern |
Verhindert sie nicht eigenständig |
Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied deutlich:
Musst du plötzlich sehr stark bremsen, kann ABS eingreifen, sobald ein Rad zu blockieren beginnt. CBS sorgt dagegen dafür, dass die Bremswirkung zwischen Vorder- und Hinterrad kombiniert wird.
ABS konzentriert sich also auf die Radblockierung, CBS auf die Bremskraftverteilung.
Warum haben viele 125ccm-Roller CBS?
Dass bei 125ccm-Rollern häufig CBS angeboten wird, hat nicht nur technische oder preisliche Gründe. Auch die europäischen Vorschriften spielen eine Rolle.
Nach der EU-Verordnung Nr. 168/2013 müssen neue Fahrzeuge der Unterklasse L3e-A1 entweder mit einem Antiblockiersystem, einem kombinierten Bremssystem oder beiden Systemen ausgestattet sein. Für die leistungsstärkeren Klassen L3e-A2 und L3e-A3 ist dagegen ABS vorgeschrieben.
Das erklärt, warum CBS gerade in der 125ccm-Klasse häufig zu finden ist. Es ist hier keine ungewöhnliche oder „schlechtere“ Lösung, sondern eine technisch und rechtlich vorgesehene Möglichkeit.
Für viele Fahrer in Deutschland ist diese Klasse besonders interessant. Mit dem Führerschein A1 darfst du Motorräder und Roller mit bis zu 125 ccm, maximal 11 kW und einem Leistungsgewicht von höchstens 0,1 kW/kg fahren. Auch mit der Fahrerlaubnis Klasse B und der Schlüsselzahl B196 sind solche Fahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die B196-Berechtigung gilt allerdings nur innerhalb Deutschlands.
Können ABS und CBS zusammen verwendet werden?
Ja. Da beide Systeme unterschiedliche Aufgaben übernehmen, schließen sie sich technisch nicht grundsätzlich aus.
CBS kann die Bremswirkung zwischen Vorder- und Hinterrad kombinieren, während ABS das Blockieren der entsprechend überwachten Räder verhindert.
Welche Technik tatsächlich verbaut ist, solltest du jedoch immer für die jeweilige Modellversion prüfen.
Ein gutes Beispiel ist der Velocifero MOBSTER 125. Das Modell gibt es in einer ABS- und einer CBS-Ausführung: Die ABS-Version kann bei starken Bremsungen das Blockieren der entsprechend überwachten Räder verhindern, die CBS-Version bietet eine komfortable, kombinierte Bremskraftverteilung zum attraktiven Einstiegspreis.
Gerade solche Varianten zeigen, warum beim Rollerkauf nicht nur Hubraum, Leistung und Design zählen. Auch ein Blick auf die konkrete Bremsausstattung lohnt sich.
Welches Bremssystem ist beim Rollerkauf die bessere Wahl?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Ein Roller mit CBS kann eine preisgünstige Alternative zu einem Modell mit ABS sein und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen der Fahrzeugklasse L3e-A1. Die kombinierte Bremswirkung sorgt für eine angenehme, abgestimmte Bremsbetätigung – gerade bei kurzen Alltagsstrecken.
ABS bietet zusätzlich Schutz, wenn bei einer starken Bremsung ein Rad zu blockieren droht. Dieser Vorteil zählt nicht nur bei Nässe: Auch im dichten Stadtverkehr kommt es immer wieder zu plötzlichen Gefahrenbremsungen, etwa wenn ein Auto unerwartet bremst oder abbiegt. Gerade dann hilft ABS dabei, die Kontrolle über den Roller zu behalten. Fährst du außerdem bei wechselnden Straßenbedingungen – etwa auch im Herbst und Winter –, ist ABS eine besonders sinnvolle Ausstattung.

Beim Vergleich solltest du deshalb nicht nur fragen:
„ABS oder CBS – was ist besser?“
Sinnvoller ist die Frage:
„Welches Bremssystem passt besser zu meinen Strecken, meinem Fahrstil und meinem Roller?“
Häufige Fragen zu ABS und CBS
Ist CBS beim 125ccm-Roller erlaubt?
Ja. Für neue Fahrzeuge der Klasse L3e-A1 ist ABS, CBS oder eine Kombination aus beidem vorgeschrieben. CBS allein erfüllt die Vorgabe.
Hat jeder 125ccm-Roller ABS?
Nein. Viele Modelle sind mit CBS ausgestattet, manche werden in einer ABS-Variante angeboten. Prüfe daher immer die genaue Modellversion.
Verkürzt ABS den Bremsweg?
Nicht automatisch. ABS hilft vor allem dabei, die Kontrolle zu behalten, wenn ein Rad zu blockieren droht. Der Bremsweg hängt weiterhin von Reifen, Fahrbahn, Geschwindigkeit und Fahrweise ab.
Fazit: Den passenden Roller bei Burnout Motors finden
Bei Burnout Motors findest du verschiedene 125ccm-Roller mit unterschiedlichen Bremskonzepten. Modelle wie der Velocifero MOBSTER 125 zeigen, dass selbst innerhalb einer Modellreihe verschiedene Ausstattungsvarianten möglich sind. Wenn du die Unterschiede zwischen ABS und CBS kennst, kannst du technische Angaben besser einordnen und gezielt den Roller auswählen, der zu deinem Alltag passt.
Du bist dir noch unsicher? Besuche uns in unserem Headquarter in Hennigsdorf bei Berlin. Auf unserer Teststrecke kannst du dein Wunschmodell Probe fahren und dich vor Ort zur Bremsausstattung beraten lassen. Oder kontaktiere uns für eine persönliche Beratung.





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